2

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger führte in den Jahren 2011, 2012 und 2013 jeweils eine Trendstudie über die Zeitschriftennutzung auf dem iPad vor. Ein Ergebnis dieser Studie zeigte klar, dass zwei Jahre nachdem der iPad auf dem deutschen Markt eingeführt wurde, nicht nur der Verkauf dessen rasant nach oben ging – sondern dieser auch wesentlich die Lesegewohnheiten der Menschen beeinflusste.

iPads und Tablets bereiten den Digitalen Medien einen breiten Aufschwung. In der Studie geben 60% der befragten iPad-BesitzerInnen an, regelmäßig digitale Zeitschriften zu lesen. Eine große Mehrheit von 80% der Interviewten geben an, bis zu 5 Zeitungs-Apps auf ihren Tablets installiert zu haben, weitere 15% outen sich als VielleserInnen mit bis zu 10 Zeitschriften-Apps auf ihrem Tablet. Auch in Punkto Vertriebsmöglichkeit von iPad Magazinen ist in dieser Studie der gegenwärtige Trend bereits ablesbar. So beziehen die iPad-Nutzer ihre Magazine stark über digitale Zeitungskioske. Dass der digitale Zeitschriftenmarkt ein stark umkämpfter ist, zeigt sich darin, dass google seit Mai diesen Jahres ebenfalls am deutschen digitalen Zeitschriftenmarkt mitbietet. Von Interesse ist an dieser Studie auch das Ergebnis zur konkreten Lesegewohnheit. So zeigt es sich, dass die NutzerInnen von iPad Magazinen als sehr intensive LeserInnen angesehen werden dürfen. 68% geben bekannt, wöchentlich zwischen zwei und vier Stunden in ihren digitalen (u.a. iPad-)Magazinen zu lesen, bei knapp 15% erstreckt sich die Lesezeit sogar auf mehr als 6 Stunden pro Woche.

Eine Überraschung bietet vielleicht die Antwort auf die Frage, an welchem Ort die meiste Lesezeit verbracht wird? Wie es für mobile Devices naheliegend wäre, werden auch die digitalen Magazine hauptsächlich unterwegs genutzt. Knapp 1/3 der Befragten stimmen dem auch zu, die überwiegende Mehrheit von 68% jedoch, liest ihr Magazin am liebsten zu Hause. Denn – wie es die LeserInnen bestätigen – macht das Lesen auf den iPads Spaß. Ein wesentlicher Punkt ist weiters, dass es mit dem Gerät gleichsam durch den direkten Internetzugang möglich ist, bei interessanten Themen die Recherche zu vertiefen. Und dafür sind 3/4 der Befragten auch bereit zu zahlen. Wir können davon ausgehen, dass dieser Trend auch noch in den nächsten Jahren anhalten wird. Leser digitaler Zeitschriften sind 2012 noch zufriedener: Die Stärken des Vorjahres – spannende Inhalte, bildhafte Darstellung und gelungenes Layout – werden 2012 noch stärker honoriert. Ältere Zielgruppen sind im Kommen: Der Anteil der über 60-Jährigen unter den Befragten, ist von 5% auf 13% angestiegen; diese Digital Oldies lesen sogar überdurchschnittlich häufig digitale Zeitschriften auf ihrem iPad oder anderen Tablets. Zahlungsbereitschaft gegeben: 3/4 der Befragten sind weiterhin bereit, für den Inhalt einer Zeitschriften-App zu zahlen. Der größte Vorteil digitaler Zeitschriften auf dem iPad oder anderen Tablets ist und bleibt der hohe Spaßfaktor beim Lesen.